Wirtschaft

 

Harheim wird größer und einwohnerreicher. Nach dem Baugebiet Harheim-Nord steht nun Harheim-Süd ebenfalls kurz vor der Fertigstellung. Allerdings schrumpft die Infrastruktur im Stadtteil.

Aktuell gibt es einen Supermarkt am Ortsrand in Harheim-Nord, der entsprechend der Ergebnisse des Zentrenkonzeptes für mehr als die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner nicht mehr zu Fuß zu erreichen ist (max. Radius 600m). Im Ortskern decken ein Metzger und ein Bäcker den täglichen Bedarf. Glücklicherweise gibt es eine Apotheke, ein Blumengeschäft, einen Schreibwarenladen und eine Poststelle – hier steht auch der einzige Geldautomat im Stadtteil, nachdem sowohl die Sparkasse als auch die Volksbank ihre Pforten geschlossen haben. Sofern die Küche kalt bleiben sollte, führt mittlerweile der Weg ins Bürgerhaus oder zur Pizzeria – sowohl die Gaststätte im Goldenen Löwen hat geschlossen als auch übergangsweise die Gaststätte der Bezirkssportanlage. Hier hofft die SPD sehr stark, dass sich wieder ein Pächter für dieses beliebte Lokal findet und wird auch bei Bedarf bei der Suche unterstützen.

Dennoch ist es nicht zu erklären, dass trotz wachsender Einwohner_innenzahl der Stadtteil immer mehr an Infrastruktur verliert.

Notwendig ist nach Meinung der SPD die Gestaltung eines ansprechenden Ortskernes, mit ins Gesamtgefüge passenden Fassaden, dem Aufstellen von ein paar Bänken, die zum Verweilen bei der Erledigung der Besorgungen anregen. Hier können Gespräche geführt und Erfahrungen und Anregungen ausgetauscht werden. Aktuell soll ein Bücherschrank auf dem Kirchplatz den Anfang machen, neue Bänke, die die alten rostigen Bänke ersetzen sollen, wurden beantragt und warten darauf, aufgestellt zu werden. Aus der Bürger_innenschaft kam schon die Anregung, einen Frischemarkt einmal pro Woche auf dem Rathausplatz einzurichten. Im benachbarten Bad Vilbel-Massenheim ist der Markt inzwischen zu einem beliebten Treffpunkt geworden und wird gut besucht. Auf einen Versuch käme es an.

Harheim verfügt über einige leerstehende Ladenflächen. So hat die SPD-Fraktion in der Vergangenheit versucht, einen sogenannten Smart-Markt im südlichen Harheim für die Lebensmittelversorgung zu beantragen. Dies wurde allerdings vom Jugend- und Sozialamt abgelehnt. Ein erneuter Versuch wird gestartet.

Neue Läden werden in Harheim allerdings nur zu einem Erfolgsmodell, wenn alle ihr Einkaufsverhalten ändern und vor Ort ihre Besorgungen erledigen. Einkaufen ist auch mit sozialen Kontakten verbunden – diese erhöhen die Lebensqualität und werden als Arbeitsfeld der SPD betrachtet.

(letzte Änderung 3.1.2018 KL)