Kinder und Jugendliche im Stadtteil

Harheim ist von jeher ein Stadtteil mit enormer Anziehungskraft für Familien mit Kindern. In Harheim-Nord und Harheim-Süd wohnen bereits viele Familien mit Kindern; im Urnbergweg werden aktuell weitere Häuser und Wohnungen gebaut. Auch hier ist es zu erwarten, dass die Zahl der Kinder im Stadtteil steigen wird.

10 Jahre lang war Kristina Luxen in Harheim Kinder- und Jugendbeauftragte und hat sich um die Belange der Familien gekümmert. Vor rund einem Jahr hat sie den Staffelstab an Heidi Sehl abgegeben.

Damit Kinder und Berufstätigkeit sich nicht ausschließen, wurden in den vergangenen Jahren folgende Maßnahmen zur Betreuung im Stadtteil initiiert, geplant oder umgesetzt bzw. die Umsetzung begleitet:

  • Ausbau der Plätze für die Schulbetreuung: Hortplätze, der erweiterten schulischen Betreuung (ESB) sowie Plätze für Profil 1 im Familienzentrum in den Schafgärten, aber auch in den übrigen Einrichtungen, die Schulkinder betreuen
  • Ausbau des Kindergartens „Weltenbummler“ und Erweiterung der Einrichtung um eine Hortgruppe
  • Erstmalig im Stadtteil eine Betreuung der unter 3-jährigen in der Krabbelstube „Dina“ – inzwischen gibt es in der Kita in den Aspen und auch im Familienzentrum in den Schafgärten jeweils Plätze für Kinder unter 3 Jahren.

Es muss ebenfalls immer ein Blick darauf geworfen werden, ob es nach wie vor noch ausreichend Kindergartenplätze gibt (3 – 6 Jahre). Hier muss Frankfurt die Betreuungsgarantie erfüllen und es ist immer besser, wenn Kinder an ihrem Wohnort eine Betreuung finden, da dort auch der Kontakt für Schulfreundschaften gelegt wird.

Sowohl die SPD im Land als auch Oberbürgermeister Peter Feldmann planen, die Elternbeiträge für die Kindergartengebühren abzuschaffen. Dies wird eine echte spürbare Entlastung für die Eltern. Die augenblicklich von der CDU/Grüne-Koalition in Hessen angekündigte Beitragsfreiheit für 6 Stunden geht am Bedarf der Eltern vorbei, letztlich soll es aus dem Kommunalen Finanzausgleich finanziert werden, so dass das Geld an anderer Stelle der Stadt fehlt. Frankfurt muss sich nun die Frage stellen: macht Frankfurt das in der Form mit und muss beispielsweise dafür Schwimmbäder schließen oder gibt es nach der Oberbürgermeisterwahl und der Landtagswahl in Hessen neue Möglichkeiten, die Finanzierung anders sicherzustellen?

Die Grundschule Harheim erhält 2010 aus dem Investitionsprogramm des Bundes und der Länder einen Erweiterungsbau mit Möglichkeiten zur Ganztagsbetreuung.

Inzwischen platzt die Schule bereits wieder aus allen Nähten. Sowohl die Betreuungsräume sind stark frequentiert. Aufgrund der steigenden Schüler_innenzahlen werden inzwischen für manche Jahrgänge bereits 3 Klassenzüge und die dazugehörigen Räume benötigt; je nach Bedarf muss der ein oder andere Fachraum einem Klassenraum weichen.

Anfang 2018 wird unter Leitung der Kinderbeauftragten und der Elternbeiräte der verschiedenen Einrichtungen ein WorldCafé organisiert. Mit diesem Format soll mit allen Beteiligten im Stadtteil erarbeitet werden, wie sich die Betreuung entwickeln soll: Die Grundschule als gebundene Ganztagsschule, soll alles so bleiben wie es ist oder wird es auf einen Mittelweg hinauslaufen?

Weiterführende Schulen sind im Norden und somit auch für Kinder unseres Stadtteils Mangelware. Die Situation bei den Schulplätzen hat sich inzwischen so gravierend zugespitzt, dass der Schulentwicklungsplan für die weiterführenden Schulen jährlich fortgeschrieben wird. Es fehlen massiv Plätze an Integrierten Gesamtschulen (IGS) und an Gymnasien. Die Entlastung für den Norden, und zwar die mit dem Baubeginn in Bonames-Ost (jetzt Baugebiet Am Eschbachtal) umgesetzte weiterführende Schule lässt auf sich warten. Aktuell prüft das Dezernat jedoch die Möglichkeit, dass die Schule ohne Baugebiet dort vorgezogen werden kann. Dies würde die Situation für den Norden sehr entlasten.

Die Kinder werden zu Jugendlichen. Jahrelang hat der Verein Jugend in Harheim e.V. versucht, offene Jugendarbeit im Stadtteil zu implementieren, es fehlte jedoch die Unterstützung vom Jugend- und Sozialamt. Nach der Kommunalwahl 2016 verankerte die Koalition im Stadtparlament im Koalitionsvertrag, dass alle Stadtteile über offene Jugendarbeit verfügen sollen, Harheim wurde explizit erwähnt. Inzwischen sind Planungsmittel eingestellt, für die Haushaltsanmeldung 2019 ist die Einrichtung einer betreuten offenen Jugendarbeit vorgesehen.

Nach wie vor ist die Spielstraße immer noch ein Treffpunkt für Jugendliche. Die Skater-Rampen, die Basketballkörbe und die Tischtennisplatten sind immer noch eine der wenigen Möglichkeiten, sich zu treffen und vereinsübergreifend Sport zu treiben.

Der Kontakt zu den Kinderbetreuungseinrichtungen und der Grundschule Harheim ist uns besonders wichtig.  Aktuell benötigt die Grundschule / Betreuung der Schule Schränke für die Schulranzen der Kinder, welche die Betreuung besuchen. Hier wird zusammen mit der Stadtverordneten Kristina Luxen und dem Dezernat für Bildung und Integration nach einer kostengünstigen Lösung gesucht.

Rückblickend war ein Höhepunkt der Arbeit in 2009 die Kinderanhörung in unserem Stadtteil (Grundschule Harheim). Es war in Frankfurt erstmalig gelungen, ein Projekt aller Kindereinrichtungen am Ort für eine Projektwoche zu gewinnen. Am Ende dieser Projektwoche stand die Kinderanhörung im Bürgerhaus, in der die Harheimer Kinder vorstellen konnten, wie sie sich ihren Stadtteil vorstellen und was man besser machen könnte. Eine vorgestellte Maßnahme war die Balancierschlange auf dem Spielplatz in den Schafgärten, die gleich im Anschluss 2010 aufgestellt wurde.

(letzte Änderung 2.1.2018 von KL)