Der letzte Bankautomat in Harheim ist weg

Am 24.5.2018 habe ich folgende Frage zur Stadtverordnetenversammlung gestellt:

Seit vielen Jahren spürt Harheim den Rückzug von Gewerbe aus dem Stadtteil. Obwohl der Stadtteil durch mehrere Baugebiete in der Einwohnerzahl wächst, ist ein spürbarer Rückgang der Infrastruktur zu verzeichnen. Am Beispiel von Bankdienstleistungen kann folgende Entwicklung beobachtet werden: Zunächst hat sich die Sparkasse aus dem Stadtteil zurückgezogen, vor zwei Jahren schloss die Filiale der Frankfurter Volksbank, und inzwischen ist auch der letzte verbliebene Geldautomat der Privatbanken nicht mehr zugänglich. Daher frage ich mich ch den Magistrat:

Wie sieht das Konzept des Magistrats aus, dieser Entwicklung entgegenzusteuern?

 

Die Antwort von Stadtrat Frank war mehr als ernüchternd:

Auch die Wirtschaftsförderung sieht mit Sorge, dass insbesondere kleinere und inhabergeführte Gewerbebetriebe in den Stadtteilen seit geraumer Zeit, besonderen Herausforderungen ausgesetzt sind. Ganz besonders betrifft dies nichtzentrale Stadtteile wie Harheim. Hierzu zählen die fortschreitende Digitalisierung und die damit einhergehenden Effekte auf das Kundenverhalten. Zusätzlich stellt auch die Konzentration der Angebotskonglomerate in den Frankfurter Einkaufszentren die inhabergeführten Gewerbebetriebe vor große Herausforderungen.

Durch die Mitwirkung bei der Ausarbeitung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes verfolgt die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit der Stadtplanung das Ziel, planungsrechtliche und weitere Maßnahmen zur Stärkung des Gewerbes in den Stadtteilen zu benennen. Eine Stellungnahme zur zukünftigen Entwicklung des Einzelhandels in den Frankfurter Stadtteilen wird hier formuliert.

Weiterhin wird an dem Entwurf einer Konzeption zur Installierung von Handwerkerhöfen in stadtteilnahen Liegenschaften gearbeitet.

Wenig Einfluss besteht seitens der Wirtschaftsförderung bei den rein betriebswirtschaftlich bedingten Entscheidungen der Geldinstitute beim Aus- bzw. Abbau des jeweiligen Dienstleistungsangebotes in den Stadtteilen.

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